Rodemann

Idylle am Fuße des Knüll

Schützenverein 1965 Rodemann e.V.

Es war ein Sonntag, der 21.Februar 1965. Walter Eckhardt hatte an diesem Tag zu einer Versammlung in die Gaststätte Ziegler in Rodemann eingeladen. Es ging darum, einen Schützenverein zu gründen. 17 Mitglieder waren bei der Gründungsversammlung anwesend. Sie wählten den damals aus 6 Mitgliedern bestehenden Vorstand. Seither wächst der Verein ständig. Heute zählt der Verein 59 Mitglieder, von denen 9 den Vorstand bilden.

Die damalige Gaststätte Ziegler wurde zum Vereinslokal. Auf dem dortigen Saal wurden 3 Luftgewehrstände mit Seilzuganlagen eingerichtet. Bei Bedarf konnten wir diese Anlagen abbauen.

Das Luftgewehr war und ist auch heute noch unser Sportsystem, mit dem der Verein an Rundenwettkämpfen und Meisterschaften teilnimmt. Lange Jahre hatte der Verein nur eine Luftgewehrmannschaft. Mit den steigenden Mitgliederzahlen und dem Interesse am Schießsport wurde 1977 die Standkapazität auf 6 Stände erweitert.

Von nun an konnten wir mit 2 Mannschaften an den Rundenwettkämpfen teilnehmen.

Einen schweren Einbruch in das intakte Vereinsleben gab es, als 198o das Vereinslokal  den Betrieb einstellte und seine Pforten schloß.

Der Verein stand vor dem Nichts.

Hier zeigte sich aber, dass es doch noch einen Verein gab, der in der Not seinen Stand für uns Rodemänner zur Verfügung stellte. Der Schützenverein Sondheim öffnete für uns seinen Stand. Der Schießbetrieb konnte nun weitergehen. Das dies aber keine  Lösung für immerwar, zeigte das immer weniger werdende Interesse am Schießen. Nach  zwei Jahren „auswärts“ schießen war nur noch der harte Kern dabei. Es musste etwas Eigenes her!

Seit 1984 steht in Rodemann das Vereinsheim. Ein Haus, daß von Rodemänner gebaut wurde und von ihnen verwaltet wird. Hier fand der Schützenverein Rodemann sein neues zu Hause. 4 Schießstände wurden gebaut und mit elektrischen Scheibenzuganlagen versehen. Mit dem Tag der Einweihung kam auch wieder das Interesse am Schießen.

Im Sept. 2001 nimmt der Verein mit 6 Mannschaften an den Rundenwettkämpfen teil. Die Schützenklasse schießt mit 3 aktiven Mannschaften, die Altersklasse mit 2 Mannschaften und eine Damenmannschaft hat sich für die Rundenwettkämpfe ab diesem Jahr gebildet.

Bei der Dorferneuerung in Rodemann konnte ein Anbau an das bestehende Vereinsheim errichtet werden. In diesem Anbau wurde die Standkapazität von 4 auf 10 Schießstände erhöht. 2005 feierte der Verein sein 40jähriges bestehen. Zu diesem Zeitpunkt war der Verein auf 80 Mitglieder angewachsen und nahm mit 8 Mannschaften an den Rundenwettkämpfen teil. Allein die Jugenarbeit brachte 2 Mannschaften zustande. Dies sollte nicht so bleiben. Schon kurz darauf verliesen die Jugendlichen den Verein, gingen anderen Interessen nach. Auch das Intersse der Schützen und Altersschützen ließ nach. Im Jahr 2012 war lediglich 1 Altersmannschaft aktiv und die Mitgliederzahl auf 66 gesunken.

Der allgemeine Trend setzt sich auch im Schützenverein Rodemann durch. Die meisten Mitglieder sind in vielen anderen Vereinen tätig und investieren wenig Energie und Zeit in den Schützenverein. Der Mitgliederschwund setzt sich fort. Es muss etwas passieren! In 2014 finden sich 2 neue Mitglieder, die aktiv an den Rundenwettkämpfen teilnehmen wollen. Eine Mannschaft besteht aber aus 4 Schützen und es findet sich kein Schütze der mitmachen will. Erst durch die beiden Vorsitzenden Manfred Eckhardt und Hartmut Schröder wird die Mannschaft komplett. Im Herbst 2014 nimmt nun wieder eine Schützenmannscahft an den Rundenwettkämpfen teil.
 Im Jahr 2014 wird auch der Grundstein für eine neu Satzung gelegt. Diese sieht vor, den Vorstand, der mittlerweile durch Rücktritte stark reduziert arbeitet auf 4 Vorstandsmitglieder zu verkleinern. Diese Satzung wird in der Jahreshauptversammlung 2015 dann auch einstimmig beschlossen.

Hartmut Schröder

 

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